Was war los … Berichte

Und hier die Rückblicke auf alle Aktionen!

Texte von Florian Langhoff
Fotos: copyright Martin Büttner, Britta L.QL, Peter Griesbeck, Ben Perdighe


 

Tagesbericht vom 30.10.2015/achter Tag:
Transformationen Tag 8 – Der Abschluss der Wandlung

Der letzte Tag der „Transformationen Lohberg 2015“ begann schon früh am Morgen. Rainer Höpken hatte zum Abschluss seines Projektes, den Schriftzug „Was bleibt ist die Zukunft“ vom Dach der ehemaligen Kaue der Zeche auf die Straßen des Stadtteils zu übertragen, erneut zur Fotoaktion geladen. Dieses Mal an der Gemeinschaftsgrundschule Lohberg, wo die Schüler das Wort „Zukunft“ ausfüllen sollten. Hier hatte über Nacht allerdings noch ein unbekannter Kommentator Hand angelegt: Im kubischen Stil des Schriftzuges hatte er mit bunter Kreide ein Fragezeichen hinter das Wort „Zukunft“ gemalt. „Da hat sich jemand wirklich Gedanken gemacht und das ist ein toller Kommentar“, erklärte Rainer Höpken. Trotzdem sah sich der Künstler gezwungen, das Fragezeichen zu entfernen: es hätte die Aussage seines ganzen Konzeptes verändert und das war – zumindest für die anstehende Fotoaktion – unpassend.

Per Drone, die mit einer Kamera ausgerüstet war, machte Uwe Jansen (Luft-Aufnahmen-Deutschland) erneut Foto- und Filmaufnahmen aus der Vogelperspektive. Rainer Höpken dirigierte mittels Megaphon die Schulkinder auf ihre Positionen innerhalb der Buchstaben. Ein gelungener Abschluss seiner Kunstaktion.

Den fanden am Abend dann auch die Transformationen in der ehemaligen Zentralwerkstatt auf dem Zechengelände. Mehr als 100 Besucher kamen in die große Halle, die Ulrich Meier mit seinen Lichtinstallationen mit einer besonderen Atmosphäre ausgestattet hatte. In dieser konnten sich die Besucher auf einer der Wände bereits die ersten Bilder der Fotodokumentation des Kunstprojektes von Martin Büttner anschauen. In einem durch blaue Trennwände abgesteckten Raum präsentierten Antje Pilarek und Judith anna Schmidt die Ergebnisse ihres mobilen Ateliers: Hier konnten die Besucher sich abstrakte Bilder aus dem Stadtteil anschauen und dazu Klangcollagen anhören.

An einer der Wände der Zentralwerkstatt hatten die Teilnehmer von Ulrike Int-Veens Workshop „Rost, Kohlenstaub, Pigmente“ ihre Kunstwerke aufgehängt. Davor waren einige der Selbstporträts in Ton der Teilnehmer von Doris Kooks Kurs „Ich bin“ zu sehen. Ben Perdighe präsentierte seine Figurengruppe „Lohberger“ mit zwei Schaufensterpuppen, auf die er Verpackungsreste genäht hatte und einer kindlichen Figur, die nur einen Apfel in der Hand hielt. Sein Kommentar zur Konsumgesellschaft und Ausdruck der Hoffnung, das man es mit der nächsten Generation besser machen würde.

Für sein großes Recyclingmobile hatte sich Rainer Kiel eine besondere Präsentationsform ausgedacht. Das filigrane Kunstwerk hing in einer Installation, der ein Tageslichtprojektor, der mit durchsichtigen, bunten Plastikteilen belegt war, ein bunt gebrochenes Licht spendete. Gegenüber zeigte Britta L.QL noch einmal einige ihrer „Madonnen über Tage“ und ihr schwarzes Madonnenkostüm, das an die Arbeitskleidung der 1920er-Jahre angelegt war.

Begleitet von der Musik der Bands Simons Friends und Jans Freunde konnten sich die Besucher noch einmal mit allen Künstlern austauschen, die am Projekt teilgenommen hatten. Mit einer Jamsession mit Sängerin Samira Al-Amrie schloss das Programm am letzten Tag des Kunstprojekts.


Tagesbericht vom 29.10.2015/siebter Tag:
Transformationen Tag 7 – Kunstspaziergang, Licht und Klänge

Zu einem Kunstspaziergang hatte Britta L.QL die Besucher eingeladen. In ihrer schwarzen Madonnentracht, angelehnt an die Arbeitskleidung, die in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts getragen wurde, nahm die Künstlerin die Führungsteilnehmer am „Parkwerk“  in Empfang. Von dort aus ging es auf eine Reise zu den verschiedenen Kunstprojekten auf dem ehemaligen Zechengelände und in der Gartenstadt.

Sabine Hulvershorn erklärte den Führungsteilnehmern ihre Landschaftsverschönerungen rund um das „Parkwerk“ und führte in die Idee hinter der „Landart“ ein. Durch einen der typischen Hinterhöfe der Gartenstadt ging es dann weiter in Richtung Hauerstraße, wo Ben Perdighe die Gäste in der künstlerisch gestalteten Wohnung empfing und ihnen seine Kunstprojekte näherbrachte.

Mobiles Atelier Antje Pilarek & Judith anna Schmidt

Aktion im Raum des Mobilen Ateliers mit Antje Pilarek & Judith anna Schmidt
Foto c Martin Büttner

Gleich um die Ecke stand ein Besuch im Basislager des mobilen Ateliers von Antje Pilarek und Judith anna Schmidt auf dem Programm. Dann führte der Weg die Gäste zum Arbeitsplatz von Walburga Schild-Griesbeck im früheren Sozialgebäude der Zeche und schließlich zum ehemaligen Gesundheitshaus.

Thomas Zigahn Upcycling-Möbel

Thomas Zigahn präsentiert die Upcycling-Möbel des Workshops vor dem ehemaligen Gesundheitshaus
Foto: c_ Martin Büttner

Dort hatte Thomas Zigahn sein Upcycling-Projekt beinahe abgeschlossen. Eine komplette Sitzgarnitur, gestaltet aus alten Europaletten und Restholz erwartete hier die Gäste. Die konnten sich auf einer der beiden Bänke an den neu entstandenen Tisch setzen oder auf zwei mit neuen Sitzflächen versehenen Stühlen ausruhen.

Improvisation Zentralwerkstatt

Improvisation Zentralwerkstatt Ingo Borgardts, Armin Borgadts, Olaf Saddeler, Tatjana Backhaus, Thomas Hecker, Licht: Ulrich Meier
Foto: c Martin Büttner

Zum Abschluss ging es in die Zentralwerkstatt auf dem ehemaligen Zechengelände. Diese hatte Ulrich Meier mit seinen Lichtinstallationen in eine besondere Atmosphäre getaucht. Hier improvisierte Musiker Ingo Borgardts mit weiteren Instrumentalisten und die Führungsteilnehmer konnten den Abend mit einem kühlen Getränk ausklingen lassen.

Rainer Höpken Fotoshootings mit Schülerinnen & Schülern der GGS Lohberg <br>Foto: c Martin Büttner

Rainer Höpken Fotoshootings mit Schülerinnen & Schülern der GGS Lohberg
Foto: c Britta L.QL

Während die Führung zu den unterschiedlichen Kunstprojekten führte, schloss Rainer Höpken mit dem Wort „Zukunft“ an der Gemeinschaftsgrundschule die Malerei für sein Kunstprojekt „Was bleibt ist die Zukunft“ ab. Das Wort soll für den finalen Akt des Projekts für eine Luftaufnahme mit Schulkindern genutzt werden.


Tagesbericht vom 28.10.2015/sechster Tag:
Transformationen Tag 6 – Straßensperre und Verschönerungen

Auch am sechsten Tag der „Transformationen Lohberg 2015“ waren die Kreativen nicht untätig. Einen erhöhten Aufwand betrieb Rainer Höpken für seine Malerei auf den Straßen des Stadtteils. Vor dem Lohberger Ledigenheim brachte er das ist“ aus dem Spruch „Was bleibt ist die Zukunft“ auf die Straße. Und musste sein Werk direkt gegen die Stadtreinigung verteidigen, die sich anschickte, mit einem Reinigungsfahrzeug den Teil des Kunstwerkes verschwinden zu lassen. Ein Ausnahmefall, wie der Künstler versichert. „Die Zusammenarbeit mit der Stadt, der Polizei und dem DIN-Service funktioniert sehr gut“, erklärte Höpken. Das zeigte auch die Straßensperre, die man für den Künstler an der Lohbergstraße errichtet hatte. Dort brachte er das Wort „die“ mit Farbe am Jugendheim auf die Fahrbahn. Mit dem Wort „Zukunft“ an der Gemeinschaftsgrundschule Lohberg wird er sein Projekt beenden.

Vor dem ehemaligen Gesundheitshaus gestaltete Thomas Zigahn mit tatkräftiger Unterstützung aus alten, benutzten Europaletten die ersten Möbel seiner Sitzgarnitur. Eine Bank und ein Tisch wurden hergestellt. 20 alte Paletten möchte der Künstler bis zum Ende der Woche ganz verwerten. „Wenn die Garnitur fertig ist, werden noch einige Paletten übrigbleiben. Was ich damit mache, wird gleich noch geplant“, erzählte er.

Im Bergpark setzte Sabine Hulvershorn ihr Landart-Projekt fort. Hier erhielten die Bäume am „Parkwerk“ mittels Stoff ein wenig Farbe. Außerdem schuf Sabine Hulvershorn aus Blüten und Zweigen kleine Kompositionen für das Ufer des Weihers im Bergpark. Einige interessierte Gäste aus dem Stadtteil gestalteten aus Hyazinthenblüten und Zweigen liegenden Baum auf den Stufen des „Parkwerks“.

In der Gartenstadt öffnete Ben Perdighe seine Rauminstallationen in der Hauerstraße erneut für das Publikum und stellte seine „Lohberger“ fertig. Außerdem waren Antje Pilarek und Judith anna Schmidt mit ihrem mobilen Atelier im Stadtteil unterwegs, um visuelle Eindrücke und Tonaufnahmen einzusammeln und diese in ihrem Kunstprojekt umzusetzen.


Tagesbericht vom 27.10.2015/fünfter Tag:
Transformationen Tag 5 – Von Recyclingkunst bis High-Tech-Einsatz

Rainer Kiel h��ngt das Recyclingmobile

Rainer Kiel hängt das Recyclingmobile. Die Schüler_innen essen und trinken gerade am „Vernissage“-Tisch
Foto c Martin Büttner

In der Gemeinschaftsgrundschule Lohberg eröffnete Rainer Kiel gemeinsam mit 20 Schulkindern die Ausstellung „Recyclingmobiles“. Aus Metall und benutzten Plastikteilen wie Flaschenschraubverschlüssen hatten die Kinder in zwei Tagen die filigranen Kunstobjekte geschaffen und dabei eine Menge über Plastik und das Ausbalancieren der Deckenschmuckstücke gelernt. Diese hängen nun in der oberen Etage im Treppenhaus der Grundschule.

Aktion Marktplatz Rainer H��pken

Viele Leute kamen um sich in die Buchstaben zu stellen. Winken während des Drohnenflugs für die Aufnahme
Foto c Martin Büttner

Ein besonderes Spektakel spielte sich auf dem Johannesplatz ab. Zahlreiche Besucher aus dem Stadtteil waren gekommen, um an der Fotoaktion „Was bleibt ist Zukunft“ von Rainer Höpken teilzunehmen. Dieser brachte mit einem Megaphon seine Mitakteure in Position. Und zwar in die Umrisse der Buchstaben des Schriftzugs, die er an den vergangenen zwei Tagen auf den Marktplatz gemalt hatte. Mittels einer Drone, einem High-Tech-Fluggerät mit Kamera, das Uwe Jansen (Luft-Aufnahmen-Deutschland) steuerte, hielt man die Aktion in Foto- und Filmaufnahmen aus der Vogelperspektive fest.

Ton und Bild mit Judith anna Schmidt und Antje Pilarek

Ton und Bild mit Judith anna Schmidt und Antje Pilarek
Foto c Martin Büttner

Unter der Überschrift „Open Space“ gaben Judith anna Schmidt und Antje Pilarek in der Basis ihres mobilen Ateliers (Teerstraße 1) einen Einblick in ihren bisherigen Schaffensprozess – und damit auch in die einhergehenden Erfolge und Probleme. Während aus ihren Erkundungen im Stadtteil bereits zahlreiche, abstrakte Bilder entstanden sind, fehlte es noch an den ersten Tonaufnahmen. „Es ist genau das Chaos, mit dem wir gerechnet hatten“, erklärte Antje Pilarek augenzwinkernd. Denn technische Schwierigkeiten verzögerten die Produktion der hörbaren Teile des Projektes. Diese sollen allerdings bis zum Abschluss des Projektes ebenfalls fertig sein.

In der künstlerisch dekorierten Wohnung in der Hauerstraße 18 arbeitete Ben Perdighe weiter an seinem „Lohberger“. Zwei der drei Figuren sind, abgesehen von kleineren Feinarbeiten, fertig und werden – gemeinsam mit einer dritten Figur – dem Publikum zur Abschlussveranstaltung am Freitag präsentiert.

Nicht nur in der Gartenstadt wurde eifrig gearbeitet. Auf der anderen Seite der Hünxer Straße setzte Sabine Hulvershorn ihre Landart-Aktion in der Nähe des „Parkwerks“ fort, um in der Landschaft weitere künstlerische Akzente zu setzen.


Tagesbericht vom 26.10.2015/vierter Tag:
Transformationen Tag 4 – Planen, arbeiten, vorbereiten

Der vierte Tag der „Transformationen Lohberg 2015“ stand ganz im Zeichen von Vorarbeiten.

Am ehemaligen Gesundheitshaus verwertete Thomas Zigahn die Überreste seines Theken- und Bühnenbaus am Freitag. Aus diesen fertigte er für zwei Holzstühle neue Sitzflächen an. Ansonsten war er mit der Vorbereitung seines großen Projekts zu den Transformationen beschäftigt: Ab Mittwoch wird er mit Helfern aus alten Europaletten und Holzresten eine Sitzgarnitur mit einem Tisch und zwei Bänken schaffen, die auch über die Dauer der Kunstaktion hinaus einen Platz vor dem Gesundheitshaus finden sollen.

Ben Perdighe mit dem Lohberger

Ben Perdighe mit dem Lohberger
Foto c Martin Büttner

In der künstlerisch umgestalteten Wohnung in der Hauerstraße 18 arbeitete Ben Perdighe an seinem „Lohberger“. Mit Nadel und Faden ausgerüstet nähte er Müll, den er im Stadtteil gefunden hatte, als Kleidung auf eine Schaufensterpuppe. Diese wird so später einen das Konsumverhalten im Stadtteil spiegeln. Am Ende soll ein Ensemble aus drei Figuren entstehen.

Auf dem Johannesplatz verpasste Rainer Höpken den Konturen des Schriftzugs „Was bleibt ist Zukunft“ den letzten Feinschliff. Diese sollen sich am fünften Tag des Kunstprojektes mit Menschen füllen und so aus der Luft fotografiert werden.

Grundschüler_innen Recyclingmobile mit Rainer Kiel

Sch��lerinnen und Schüler Grundschule Lohberg erstellen Recyclingmobile mit Rainer Kiel

In der Gemeinschaftsgrundschule Lohberg arbeitete Rainer Kiel mit Schülern an „Recyclingmobiles“. Diese sollen am Dienstag mit einer Ausstellung der Öffentlichkeit präsentiert werden.


Tagesbericht vom 25.10.2015/dritter Tag:

Transformationen Tag 3 – Improvisation im Stadtteil
Am Sonntag ließen es die Kreativen bei den „Transformationen Lohberg 2015“ ein wenig ruhiger angehen. Allerdings nur bei der Anzahl der Veranstaltung. Denn beim Workshop „Improvisation“ von Samirah Al-Amrie war in der Johannesschule der Stimmeinsatz der Teilnehmer gefragt. Nachdem die Sängerin an den Vortagen die Grundlagen der Stimmarbeit trainiert und ihren Kursteilnehmern gezeigt hatte, wie sich die eigene Stimme meditativ einsetzen lässt, ging es nun an den experimentierfreudigen Einsatz der Stimmbänder.

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Rainer Höpken „Was bleibt ist die Zukunft“ 
Foto c Martin Büttner

Auf dem Johannesplatz war Rainer Höpken derweil mit der Vorbereitung seines größ- ten Projektes beschäftigt: Der Übertragung des Schriftzugs „Was bleibt ist die Zukunft“, der früher das Dach der Kaue des Bergwerks Lohberg zierte, auf den Markt- platz des Stadtteils. Mit tatkräftiger Hilfe eines Jugendlichen übertrug er die Konturen des Textes auf den Platz. Diese sollen am Dienstag mit Menschen gefüllt werden.

Stadtführerin Anja Sommer nahm weitere Gäste mit auf die szenische Stadtführung
„Von Flintenweibern, rasenden Hebammen und Betschwestern“, die in die Geschichte der Frauen im Stadtteil einführt.


 

Tagesbericht vom 24.10.2015/zweiter Tag:

Transformationen Tag 2 – Vom Parkwerk in den Stadtteil

Sabine Hulvershorn Landart

Sabine Hulvershorn Landart 
Foto c Martin Büttner

Zum zweiten Tag der Transformationen bildete das „Parkwerk“ im Bergpark eines der Zentrum für die Aktionen der Kreativen. Direkt neben dem ehemaligen Wasserturm setzte Rainer Höpken das Wort „bleibt“ seiner Malaktion in Farbe um. Ein Stück weiter verwandelte Sabine Hulvershorn mit ihrer Landartaktion das Gelände in eine Leinwand: Grellpinke Stäbe zieren Bauschutt, der von Gebäuden der ehemaligen Zeche übrig ist. Der Bauzaun, der die Baustelle absperrt, ist mit bunten Punkten verziert und aus dem Weiher im Bergpark schaut am Ufer ein Monsterkopf neugierig hervor.

Stadtteilführungen Frauengeschichte Lohberg

Stadtteilführungen Frauengeschichte Lohberg“
Foto c Britta L.QL

Ebenfalls am „Parkwerk“ startete Stadtführerin Anja Sommer ihre Führung „Von Flintenweibern, rasenden Hebammen und Betschwestern“, mit denen sie die Teilnehmer in die Geschichte der Frauen von Lohberg mitnahm. Dabei unterstützten sie mehrere Darsteller, die auf verschiedenen Stationen im Stadtteil in die Rolle von dessen Bewohnern schlüpften.

Im ehemaligen Gesundheitshaus wurde ebenfalls weiter gearbeitet. Die Teilnehmer des Workshops von Ulrike Int-Veen brachten die ersten abstrakten Bilder mit Rostpigmenten und Kohlestaub auf die Leinwand. Künstlerin Doris Kook arbeitete mit den Teilnehmern ihres Workshops zum Thema „Porträt“. Erst mit leichten Pinselstrichen, dann mit Malübungen und schließlich mit der Gestaltung eines Selbstporträts aus Ton.

Ben Perdighe mit dem Lohberger

Ben Perdighe mit dem Lohberger 
Foto Ben Perdighe

Ben Perdighe eröffnete in der Hauerstraße 18 eine leere Wohnung, die er mit Kunstprojekten gefüllt hat. Neben Bildern mit typischen Ruhrpottphrasen und zwei kleineren Rauminstallationen, werden hier auch seine „Lohberger“ entstehen: Schaufensterpuppen, deren Kleidung aus dem Müll besteht, den Ben Perdighe im Stadtteil findet.

In der Johannesschule arbeitete Sängerin Samira Al-Amrie derweil mit ihren Workshopteilnehmern zum Thema „Medidation und Stimme“ und freute sich über die Ergebnisse. Außerdem waren die Teilnehmer der „Transformationen Lohberg 2015“ auch auf dem Lichterfest im Stadtteil vertreten.


Tagesbericht vom 23.10.2015/erster Tag:

Thomas Zigahn, Britta L.QL, Walburga Schild-Griesbeck, Dr. Michael Heidinger

Thomas Zigahn, Britta L.QL, Walburga Schild-Griesbeck, Dr. Michael Heidinger 
Foto c- Martin Büttner

Transformationen Tag 1 – Auftakt zur Wandlung

Zum „Auftakt“der Projektwoche „Transformationen Lohberg“ konnten die teilnehmenden Künstler Dinslakens Bürgermeister Dr. Michael Heidinger im Stadtteil begrüßen. Der erste Bürger der Stadt sah sich verschiedene Aktionen an und zeigte sich begeistert. „Den Prozess der Veränderungen in Lohberg künstlerisch zu begleiten und so sichtbar zu machen, finde ich großartig“, sagte er.

Vor dem ehemaligen Gesundheitshaus zeigte Thomas Zigahn, was durch Recycling alles möglich ist: Aus alten Europaletten und Restholz gestaltete er nicht nur eine Empfangstheke, sondern auch eine maßgeschneiderte Bühne für die untere Etage des Hauses.

In der ehemaligen Kohlenmischhalle des Zechengeländes war Künstlerin Ulrike Int-Veen mit den Teilnehmern ihres Workshops „Rost, Kohlenstaub, Pigmente“ unterwegs, um Kohlenstaub einzusammeln. Die Workshopteilnehmer werden diesen und andere Materialien auf die Leinwand bringen und so das frühere Arbeitsmaterial in Kunstwerke umwandeln.

WAS von Rainer Höpken, Foto c Martin Büttner

WAS von Rainer Höpken 
Foto c Martin Büttner

Mit dem Wandel beschäftigte sich auch Rainer Höpken. Über sechs Wochen dokumentierte er fotografisch die Abtragung des Schriftzuges „Was bleibt ist die Zukunft“ der Künstlergruppe Remotewords auf dem Dach der ehemaligen Kaue der Zeche.Unter dem Titel „Der Abriss der Zukunft“ sind diese nun im Parkwerk zu sehen. Zudem überträgt Rainer Höpken den Schriftzug mit Farbe auf die Straßen des Stadtteils und stellte das „Was“ am ehemaligen Pförtnerhaus des Zechengeländes fertig.

MobilesAtelier_2015

Mobiles Atelier Judith anna Schmidt, Antje Pilarek
Foto Britta L.QL

Zur „Ouvertre“ ihres mobilen Ateliers präsentierten Antje Pilarek und Judith anna Schmidt einen noch leeren Raum. Dieser soll sich über die Woche mit Klängen und Bildern füllen, die vom Duo im Stadtteil aufgenommen und in Klangcollagen und abstrakte Kunstwerke umgewandelt werden.

Ausstellungseröffnung v.l.n.r. Werner Heukind, Gudrun Böckerhoff, Walburga Schild-Griesbeck, Britta D��ring

Ausstellungseröffnung v.l.n.r. Werner Heuking, Gudrun Böckerhoff, Walburga Schild-Griesbeck, Britta Döring

 

 

 

 

 

In der Galerie 399 eröffneten Walburga Schild-Griesbeck, Gudrun Bröckerhoff und Britta Döring eine Ausstellung mit dem Titel „Die Kunst und die Transformation“. Walburga Schild-Griebeck zeigte gemalte Werke auf Druckerzeugnissen wie zusammengenühten Zeitungen und Modeprospekten. Die Kunstwerke von Gudrun Bröckerhoff verwandeln Fotografien mit Waldmotiven in abstrakte Darstellungen, während Britta Döring Kunstwerke in Form von übergroßen Taschen präsentierte.

Madonnen über Tage von Britta L.QL <br> Foto c Martin Büttner

Madonnen über Tage von Britta L.QL 
Foto c Martin Büttner

Im ehemaligen Gesundheitshaus klang der Abend mit einem Auftritt der Gruppe Kent Coda und Musiker Edy Edwards aus. Die Besucher genossen die Musik und blickten im Dunkeln zu den Lichtinstallationen, mit denen Ulrich Meier nicht nur die Spielorte optisch verbunden, sondern auch Britta L.QLs Madonnenfiguren auf dem Dach des Gesundheitshauses in passendes Licht gerückt hatte.