Transformationen Lohberg 2015

Es lief … vom 23.10. bis 30.10.2015

Wir hatten eine abwechslungsreiche, inspirierende und kommunikative Zeit mit vielen Lohberg_innen und vielen Besucher_innen in Lohberg. Viele Leute wunderten sich was passiert. Alles guckte und fragte und bewegte sich was. 

> Mehr als 20 Künstlerinnen & Künstler fokussierten ihren Blick auf Lohberg mit Kunst, Musik, Film & Treffpunkten: Nicht nur durch eine Lichtinstallation wurde der Stadtteil Lohberg und das Kreativ.Quartier Lohberg optisch verbunden; Material des ehemaligen Bergwerks wurde zum künstlerischen Material oder ging in einer Landart-Aktion in öffentliche Kunstwerke über; verschiedene Formen des Recyclings und des bewussten Umgangs mit der Materie vor Ort wurden aufgenommen; Klänge und Soundcollagen fanden neue Verknüpfungen; vielfältige alte und neue Geschichten von Bewohnerinnen vor Ort wurden erlebbar; „Was bleibt ist die Zukunft“ spiegelte sich in der Gartenstadt wieder; Treffpunkte wurden neu inszeniert und vieles mehr.

Was war los:

P.S.: Anfang Dezember 2015 gibt es einen Katalog mit allen Aktionen in Wort und Bild. Bei Interesse schon mal vorbestellen unter info@kreativquartier-lohberg.de

Unser Katalog mit allen Aktionen, Kooperationspartnern und allen beteiligten Künstlerinnen und Künstlern

Katalog Transformationen Lohberg 2015

Katalog Transformationen Lohberg 2015


Gelungener Abschluss der ���Transformationen“

Am Freitag, 30.10.2015, fand die Finissage des Kunstprojekts „Transformationen Lohberg 2015“ statt. Viele Besucher kamen dazu in die Zentralwerkstatt des ehemaligen Zechengeländes.

Eine Woche lang hatten mehr als 20 Künstler im Stadtteil Lohberg gearbeitet. Das Ziel des Kunstprojektes „Transformationen Lohberg 2015“ war, das Kreativquartier auf dem ehemaligen Zechengelände und den Stadtteil näher zusammenwachsen zu lassen. Die zahlreichen Kunstprojekte, die teilweise auf den Straßen des Stadtteils stattfanden, kamen in der Abschlussveranstaltung in der Zentralwerkstatt zum Abschluss. Mehr als 100 Besucher kamen zur Finissage in das Industriegebäude, das Ulrich Meier mit seinen Lichtinstallationen atmosphärisch ausgeleuchtet hatte.

Aber schließlich gab es hier auch einiges zu sehen. An einer der Innenwände des Gebäudes gaben die projizierten Fotos, die Fotograf Martin Büttner während des Projekts angefertigt hatte, einen Einblick in die Arbeit der Künstler vor Ort. Mit blauen Stellwänden hatten sich Antje Pilarek und Judith Anna Schmidt einen abgetrennten Raum für die Ergebnispräsentation ihres mobilen Ateliers geschaffen. Im Stadtteil hatten sie nach visuellen und hörbaren Eindrücken gesucht und diese in abstrakte Bilder und Klangbeispiele umgesetzt. Diese konnten die Besucher, bequem auf einem Sitzmöbel sitzend, genießen. „Das ist wirklich interessant“, kommentierte eine Besucherin ihre Hör- und Seeindrücke. Die Teilnehmer der Workshops von Ulrike Int-Veen und Doris Kook bekamen eine weitere Wand für die Präsentation ihrer Arbeiten: Mit Kohlenstaub, Rost und Pigmenten gemalte Bilder und aus Ton geformte Selbstporträts zogen die Blicke der Besucher auf sich.

Rainer Kiel stellte ein großes Recycling-Mobile aus. Künstler Ben Perdighe präsentierte die teilweise während der Projektwoche entstandene Figurengruppe „Lohberger“. Drei Schaufensterfiguren, eine Frau, ein Mann und ein Kind hatte er gestaltet. Die beiden Erwachsenen trugen Gewänder aus zusammengenhten Verpackungsresten, während das Kind nur einen Apfel in der Hand hielt. „Die Figuren repräsentieren die Auswüchse unserer Konsumgesellschaft und die Hoffnung, dass wir mit der nächsten Generation alles besser machen“, erklärte Perdighe. In einem kleinen Bereich zeigte Künstlerin Britta L.QL ihre „Madonnen über Tage“, die während des Kunstprojektes im ganzen Stadtteil verteilt gestanden hatten. Dazu die MadonnenMontur, die sie bei verschiedenen Anlässen während der Projektwoche getragen hatte, und die in Anlehnung an die Arbeitskleidung Anfang des 20. Jahrhunderts entworfen wurde.

Für ein musikalisches Rahmenprogramm sorgten die Bands Simon Friends und Jans Freunde. Schließlich gab es noch eine Jamsession organisiert von Sängerin Samirah Al-Amrie, bei der sich anwesende und eingeladene Musiker ausdrücken durften. Die Künstler freuten sich über das rege Interesse an der Finissage des Kunstprojektes. „Das ein toller Abschluss für unser Projekt hier im Stadtteil“, erklärte Britta L.QL vom Organisatorenteam der Transformationen Lohberg 2015.